Folgende Heilpflanzen können die Diabetes-Therapie unterstützen:

Dr. Andrea Flemmer (Autorin des Buches „Ich helfe mir selbst – Diabetes“, Humboldt Verlag) stellt in ihrem Buch mehrere Heilpflanzen bzw. Heilkräuter vor,  die „insbesondere zu Beginn einer Diabeteserkrankung den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen können – natürlich zusammen mit Bewegung und der richtigen Ernährung“. Lesen Sie hier einen Auszug dieses Kapitels:

Hintonia-Rinde:
Hintonia-Rinde

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„Die Hintonia-Rinde (Hintoniae latiflorae cortex) heißt auch „Mexikanische Fieber- oder Bitterrinde“. In Mittelamerika, aber auch in Europa, wird aus ihr ein Tee zur Behandlung von Diabetes Typ 2 und Prädiabetes hergestellt.

  • Die Rinde dient auch als Rohstoff zur Herstellung des Lebensmittels für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) Sucontral D. Ihre Inhaltsstoffe wirken bewiesenermaßen blutzuckersenkend; sie helfen bei leichtem bis mittelschwerem Diabetes Typ 2 und sind gut verträglich.
  • Man kann sie deshalb als diätetische Begleittherapie bei beginnendem und leichtem Diabetes Typ 2 gut verwenden, vorausgesetzt, man nimmt sie regelmäßig zu sich.
  • Die Wirksamkeit der Hintonia-Rinde ist durch mehrere Studien belegt: Man beobachtete die Auswirkungen auf den Blutzuckerwert über einen Zeitraum von sechs Monaten und stellte fest, dass der Blutzuckerwert vor und gleich nach dem Essen sowie der HbAlc-Wert im Laufe der Zeit deutlich zurückgingen. Zusätzliche Vorteile ergaben sich in einer leichten Verringerung der Cholesterin- und Triglyceridwerte.

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Bittermelone:
Bittermelone

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„Die Bittermelone (Momordicae charantiae fructus) wirkt antidiabetisch, antioxidativ und somit gegen freie Radikale. Ihre Wirksamkeit ist durch Forschung belegt:

  • So konnte bei 21 von 41 Patienten gezeigt werden, dass sich der Nüchternblutzucker um bis zu 25 Prozent und der HbAlc-Wert um 0,5 Prozent reduzierte, wenn die Versuchsteilnehmer sechs Monate lang zweimal täglich 500 Milligramm Bittermelonenextrakt einnahmen.
  • In einer weiteren Studie ‚wurde gezeigt, dass Bittermelone den Blutzuckerspiegel und den HbAlc-Wert von nicht insulinpflichtigen Patienten senken kann.
  • Entsprechend der vielen positiven Wirkungen an verschiedenen Stellen im Körper wird die Bittermelone in der Naturheilkunde als diätetische Begleitmaßnahme bei Diabetes. Typ 2 empfohlen.

Nicht verwenden sollten Sie Bittermelone während eines Schwangerschaftsdiabetes und in der Stillzeit. Grundsätzlich sollte die Einnahme ärztlich überwacht werden, da möglicherweise Antidiabetes-Präparate oder Insulin entsprechend angepasst werden müssen.“…

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Chinesische Zimtrinde:
Chinesische Zimtrinde

„Die chinesische Zimtrinde (Cinnamomi cassii cortex) wirkt bewiesenermaßen antidiabetisch.

  • Sie verbessert den Traubenzuckerstoffwechsel und senkt den Blutzuckerspiegel ganz allgemein. Üblicherweise ist dafür eine Tagesdosis von 2 bis 4 Gramm Zimtrinde erforderlich, das entspricht 0,05 bis 0,2 Gramm ätherischem Öl.
  • Man verwendet die Zimtrinde als zerkleinerte Rinde für Teeaufgüsse oder als ätherisches Öl.
  • Auf Zimtpulver und Zimtöl reagieren manche Menschen aufgrund des enthaltenen Zimtaldehyds allergisch. In diesem Fall ist es sinnvoll, nur die Zimtrinde zu verwenden. Dieser Auszug wird als Tablette, Kapsel oder Dragees zum Kauen angeboten.

Nicht anwenden sollte man die Zimtrinde bei einer Überempfindlichkeit gegen Zimt, Tolu- oder Perubalsam, während der Schwangerschaft und wenn man Fieber hat, von dem man die Ursache nicht kennt. Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen sind keine bekannt.“…

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Flohsamen und -schalen:
Flohsamen und -Flohsamenschalen

„Indische und andere Flohsamen sind eng miteinander verwandt und ihre Wirkstoffe, die Wirkweise und Anwendungen sind praktisch gleich, nur die Dosierungen sind unterschiedlich. Die Stammpflanze ist das Flohkraut, bzw. der Sand-Wegerich (Plantago psyllium L. = Plantago indica und afra L., arenaria Waldstein und Kitaibel).

  • Flohsamen sind schon länger als natürliches und effektives Darmregulans bekannt, helfen aber auch bei Diabetes Typ 2. Ins­ besondere von indischen Flohsamen weiß man, dass sie den Blut­zuckeranstieg  nach einer Mahlzeit verringern.
  • Die Schalen haben einen etwa vier- bis zehnfach höheren Quelleffekt als die ganzen Samen. Deshalb reicht bereits eine geringere Menge aus, um die Darmbewegung in Gang zu bringen.“…

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Heidelbeeren:
Heidelbeeren

„Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) werden auch als Blick- oder Schwarzbeeren bezeichnet. Für medizinische Zwecke setzt man die Heidelbeerfrüchte ein.

  • Die frischen Beeren können zur Stabilisierung der kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) beitragen und schützen vor den gesundheitsschädlichen Wirkungen von Sauerstoff, antioxidativ genannt.
  • Für frische Heidelbeeren gibt es experimentelle Hinweise auf blutzuckersenkende Wirkung. Es scheinen jedoch recht große Mengen erforderlich zu sein, um deutliche Effekte zu erreichen.“…

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